Auto_Rueckfahrkamera

Dateien:  ./E0I0002b_Deckel.stl, ./E0I0002_Rueckfahrkamera_60.stl
Quellen:  Bilderstrecke_Rueckfahrkamera.htmlE0I0002_Rueckfahrkamera_60.fcstd

Mein neuer Transporter soll eine Rückfahrkamera bekommen. Die Grundidee ist, anstatt eines extra Bildschirmes (winzig und hängt trotzdem die meiste Zeit im Weg) meinen 13" Laptop für die Anzeige zu nutzen. Der Use-case sieht in etwa so aus:
  • Laptop in´s Cockpit legen und einschalten
  • USB-Kabel einstecken
  • Vordefinierte Schaltfläche drücken um Livebild zu starten

Was so an Kameras im Netz angeboten wird teilt sich im wesentlichen in vier Kategorien:
  1. Fernsehkameras mit PAL Standard
  2. WLAN Kameras
  3. Action Cams
  4. USB-WebCams
  5. USB-Kameramodule

Die meisten dieser Kameras kamen als Rückfahrkamera nicht infrage:
  1. Fernsehkameras sind Technik aus dem letzten Jahrtausend mit einer miesen Auflösung (<720x576 Pixel interlaced). Die Technik erinnert mich wieder an meinen alten AMIGA 500. Die Zeit ist aber vorbei.
  2. WLAN Kameras bieten hohe Auflösungen und teilweise schwenkbare Optiken. Jedoch sind diese groß, mechanisch empfindlich, verbrauchen viel Strom und sind aufwendig zu konfigurieren.
  3. Action Cams sind klein, leicht, robust und bieten eine hohe Auflösung. Ein hochauflösendes Livebild in den Laptop zu leiten ist jedoch kompliziert.
  4. USB-WebCams sind eigentlich für meine Anwendung optimal. Komplette USB-WebCams bieten jedoch kein Gehäuse welches an einer Autokarosserie befestigt werden kann.
  5. USB-Kameramodule bieten eine hohe Auflösung (1280x720 Pixel). Dank H264 Kompression können über USB2.0 Kabel flüssige 30 Bilder pro Sekunde übertragen werden. Die Kameramodule sind auch sehr klein und sparsam im Verbrauch. Weil die Module nackte Platinen sind, muss noch ein passendes Gehäuse konstruiert und gedruckt werden.

Nach einigen Versuchen mit den verschiedenen Kameras habe ich mich für das USB-Kameramodul mit 2 Megapixel Kamera entschieden. Ein Gehäuse mit 45° Neigung für eine Rückfahrkamera mit PAL Fernsehtechnik zeigte, dass für das Modul ein steilerer Winkel von 60° nötig war. Ein passendes Gehäuse wurde dann mit 60° Neigung gegenüber der Lotsenkrechten konstruiert und passte auf Anhieb. Im Kamerabild ist die Anhängerkupplung gerade noch am unteren Bildrand zu sehen.
Um das Kamerabild in´s Cockpit zu übertragen verwende ich eine 10m USB-Verlängerung mit aktivem USB-Hub. Die Praxis hat gezeigt, dass der USB-Hub keine extra Stromversorgung benötigt. Es reicht die Spannungsversorgung aus der USB-Buchse des Laptops im Cockpit um die Kamera zu betreiben.

Benötigtes Zubehör:
Für Kubuntu habe ich noch ein spezielles Skript geschrieben um das Kamerabild mit live Overlaybild anzuzeigen: Kamera0.sh. Eine Gebrauchsanweisung findet sich im Skript selbst.

Ergänzend gibt es noch diese Bilderstrecke

Idee und Design: Gregor Rebel im Sommer 2018.

  

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